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Anmerkungen: Walter- U- Boote

Die Konstruktion des Antriebes der Boote geht auf die Walter- Turbine zurück, die von Prof. Hellmut Walter bereits Anfang der dreißiger Jahre entwickelt wurde (siehe Anmerkungen hier).
Das erste Versuchsboot mit der Bezeichnung V 80 wurde von 1938 bis 1940 auf der GERMANIA- Werft Kiel gebaut. Als Antrieb diente ein Experimentalantrieb mit 2000 PS. Das Boot hatte eine Wasserverdrängung von ca. 80 Tonnen und eine Besatzung von drei Mann. Es diente ausschließlich der Erprobung des Walter- Antriebs. 1940 wurden unter Wasser 25 Seemeilen pro Stunde erreicht, später 28,1 Seemeilen/ Stunde.
Folgerichtig wurde ein weiteres Boot in Auftrag gegeben: V 300 (Typ XVII). Es kam immer wieder zu Verzögerungen, der Auftrag wurde schließlich annulliert. Dafür wurden U 792 und U 794 fertig gestellt. Es handelte sich um Boote mit einer Verdrängung von 240 bzw. 300 Tonnen. Eingebaut waren neben dem Diesel für die Überwasserfahrt (9,2 Knoten) zwei Walter- Turbinen mit je 2500 PS (26 Knoten). Es gab zwei weitere Motoren für normale Fahrt und Schleichfahrt. U 793 und U 795 wurden im Februar 44 die nächsten Boote dieser Klasse in Dienst gestellt, die dort eingebauten Walter- Turbinen arbeiteten aber nach einem anderen Verfahren.
In Bau gegeben wurden auch U 1405 bis U 1407. Die Baureihe war bis U 1416 vorgesehen. In Dienst gestellt wurden allerdings nur die erstgenannten drei Boote, aber auch diese konnten nicht mehr auslaufen. Beim Einmarsch der Engländer lagen sie in Cuxhaven und in der Geltinger Bucht, wo sie von Ing. Grumpelt durch Sprengung der Maschinenanlage versenkt wurden. Die Boote dieser Reihe hatten eine Wasserverdrängung von 315 bis 410 Tonnen. Eingebaut war eine Walter- Turbine mit 2500 PS, die anderen Motoren entsprachen den oben beschriebenen. Unter Wasser wurde damit eine Geschwindigkeit von 21,5 Knoten erreicht.
Ebenfalls in Bau gegeben wurden U 1081 bis U 1092 (Typ XVII-G). Es handelte sich um Boote mit einer Verdrängung von 310 bis 350 Tonnen. Auch U 798 (Typ XVII-K) wurde begonnen zu bauen, alle aber nicht mehr fertig gestellt.
Auch über Atlantikboote mit Walter- Antrieb wurde nicht nur nachgedacht, sondern diese auch in Bau gegeben. U 796 und U 797 sollten mit einer Wasserverdrängung von 1485/ 1650 Tonnen mit einem Dieselmotor von 2000 PS (17,5 Knoten) für die Überwasserfahrt und mit zwei Walter- Turbinen von je 7500 PS (25 Knoten) für die Unterwasserfahrt ausgerüstet werden. Die Fertigstellung war für 1945 vorgesehen, dazu kam es jedoch nicht mehr.
Der Auftrag über 100 weitere Boote mit einer Verdrängung von etwa über 800 Tonnen sowie Geschwindigkeiten von 11 Knoten/ 23 Knoten (U 4501 bis U 4600, Typ XXVI) wurde schon im Anfangsstadium zurückgezogen.

Die versenkten Boote, Tonnen von Unterlagen und der Konstrukteur landeten in England.

Alle diese Fakten waren schon in den 50- er Jahren bekannt. Es gibt kein Geheimnis um diese Boote.

DieterTD/ Annett

 

 

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