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Anmerkungen: Walter- Turbine

Die Entwicklung der Walter- Turbine begann Anfang der dreißiger Jahre. Es ging darum, einen Antrieb für Flugzeuge und Raketen zu bauen, der unabhängig vom Sauerstoff der Luft sein sollte. Bei den Versuchen fand der federführende Wissenschaftler - Prof. Hellmut Walter - heraus, dass dieses Prinzip auch für U- Boote sehr nützlich wäre.

Walter begann 1935 zuerst mit Wasserstoffperoxyd als Sauerstoffträger und Kaliumpermanganat als Katalysator zu experimentieren. Bringt man beides zusammen, erhalt man Wasserdampf mit Temperaturen um 700°C und große Mengen freien Sauerstoff unter rund 24 atü Druck. So funktionierten die ersten Turbinen (Kaltstrahlverfahren).

Walter verfeinerte dieses Verfahren und spritze neben diesem Gas- Wasserdampf- Gemisch noch Diesel in die Brennkammer, der durch den freien Sauerstoff verbrannte. Dabei stiegen die Temperaturen auf 2000°C, weshalb es notwendig wurde, in die Brennkammer auch noch Wasser zur Kühlung einzuspritzen. Dabei sanken die Temperaturen auf rund 550°C, der Druck stieg auf 36 bis 40 atü. So konnte man das Gemisch sofort in der Turbine verarbeiten (Heißstrahlverfahren).

Das Prinzip war eine Revolution in der Antriebstechnik, nicht nur im Bereich der Unterseeboote, sondern auch in der Luftfahrt. Die Alliierten ließen nichts unversucht, Versuchsmuster und Konstruktionsunterlagen in ihren Besitz zu bringen, was schließlich auch gelang. Die Amerikaner schickten Captain Logan McKee und transportierten Tonnen von Material ab. England stellte 1954 das erste Boot in Dienst, das mit einer Walter- Turbine arbeitete (Explorer). Daran hatte Walter mitgearbeitet, der nach England verbracht wurde.

Das Prinzip:

 

 

Dieter TD/ Annett

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