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Karbidlampen

Es mag einigen anarchisch erscheinen, wenn man in der Zeit von LED- Lampen und immer perfekteren Halogenlampen über Karbid redet.

Dennoch: Karbidlampen sind immer noch die Nr. 1 bei unterirdischen Unternehmungen, die länger dauern. Sie bieten für Stunden ein helles, gleichmäßig warmes Licht, sind absolut unempfindlich und zeigen so nebenbei durch verlöschen auch noch an, wenn der Sauerstoff knapp wird.

Das benutzte Produkt stammt von Petzl und ist eine Kombination des Helmes “Explorer”, einer “Duo”, eines Karbidbrenners und des Entwicklers “Ariane”. Nicht ganz billig der Spaß, aber eine (fast) perfekte all- in- one- Lösung.

Am Helm (natürlich mit CE- und UIAA- Certifikat) sind Karbidbrenner und die Duo nebst Batteriebehälter angebracht. Der Helm ist gut einstellbar, leicht, gut ausbalanciert und trägt sich im allgemeinen gut. Etwas Sorge macht mir immer die Duo, die in Ermangelung eines Schirmes die Stelle des Helmes ist, die am häufigsten mit Hindernissen in Berührung kommt. Meine hat das bisher schadlos überstanden, was angesichts des Plastmaterials eigentlich an ein Wunder grenzt.

Die Petzl- Duo ergänzt den Karbidbrenner, denn nicht immer ist man so lange untertage, das man sich die Mühe macht, den Brenner in Gang zu bringen. Es gibt einen focussierbaren Halogenstrahler sowie eine stromsparende normale Lampe. Die Lichtleistungen sind ausreichend, wenn auch nicht berauschend. Der Batteriebehälter (4 x R6) befindet sich hinten am Helm - wo er naturgemäß in engen Höhlenpassagen häufig Bekanntschaft mit Gestein macht. So sieht er dann nach mehreren Einsätzen auch aus... Lampe und Batteriebehälter sind nicht abnehmbar.

Kernstück des Helmes ist der Brenner, den man bei Nichtgebrauch abnehmen kann. Es werden für unterschiedlichen Lichtbedarf zwei Düsen mitgeliefert. Eine befindet sich im Brenner, die andere findet sich in der Halterung des Brenners. Gezündet wird mittels Piezzoelement, das auch nach längerem Gebrauch noch funktioniert. Der Brenner ist abnehmbar.

Hier wird das Gas erzeugt - sicher und zuverlässig. Wer den Reinigungsaufwand in Grenzen halten möchte, sollte das Karbid nicht zu fein wählen und außerdem in einen Damenstrumpf geben.


Einige Sicherheitshinweise sind trotzdem zu beachten:


Karbidlampen sind keine geeignete Beleuchtung für Systeme, in denen es eh schon nach Kraftstoff riecht (Riese - Kraftwerk!) oder die im Kohleabbau liegen!!

Karbid bekommt man übrigens in einigen Schmieden. Falls nicht, dann dort die entsprechende Adresse der Abfüllstationen fürs Schweißgas geben lassen und dort bißchen handeln!

 

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