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Untertage digital

Viele von uns nutzen mittlerweile Digitalkameras zur Dokumentation einzelner Begehungen. Es war also die Frage zu klären, ob diese modernen (und letztlich bei sehr vielen Fotos monatlich kostensparenden) Kameras ebenfalls nach der von Peter in einem Beitrag zur Untertagefotografie mit analogen Modellen beschriebenen Methode einsetzbar sind oder ob man wirklich auf Blitztechnik zurückgreifen muß - mit all ihren Nachteilen.

Das Problem beginnt mit den Einstellmöglichkeiten an der Kamera. Auch moderne Digitale lassen meist die Einstellung "B" nicht zu, sondern beschränken die Verschlußöffnungszeiten auf maximal 8 oder 16 Sekunden, selten länger. Die Canon Powershot Pro 90 IS, die für die Tests verwendet wurde, hat beispielsweise eine Belichtungszeitbegrenzung auf 8 Sekunden. Das ist nicht viel Zeit zur exakten Ausleutung.
Eine weitere Falle lauert in den Einstellmöglichkeiten der Blende. Zum Erzielen vernünftiger Ergebnisse muß die Blende unabhängig von der Belichtungszeit frei wählbar sein - also keine Halbautomatik.
Und Drittens hätten wir da die Entfernungseinstellung: Dergleichen Aufnahmen gelingen nicht, wenn keine Möglichkeit einer exakten manuellen Enfernungsbestimmung und -einstellung besteht. Die verwendeten Meßsysteme der automatischen Messung bedingen entweder Infrarot in geringen Entfernungen oder ein ausreichend helles Bild auf dem Sensor.

Unsere Erfahrungen:

Die Vorgehensweise:

Zum Weißabgleich: Jede Kamera reagiert hier anders, aber in den meisten Fällen gnügt der automatische Weißabgleich. Sollten sich erhebliche Farbabweichungen ergeben, die entsprechende Einstellung ausprobieren.

Beispiele:

Ein ganz gut ausbelichteter Raum, sieht man von Streifen auf der linken Bildseite ab.

Streifenbildung und Schattenbildung in einem Raum durch falsche Ausleuchtung.

Ein ganz gut ausgeleuchteter Gang. Die Decke hätte noch etwas Licht vertragen können...

Gang schlecht ausgeleuchtet - viel zu viel Licht am Gangende.

Alle Aufnahmen oben (c) by Team Delta. Sie stammen aus dem Objekt Koralle.

Also: Auch hier macht Übung den Meister! Einfach mal probieren und bei Mißerfolgen nicht gleich aufgeben!

Dieter TD/ Annett 2002

 

 

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