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Kochen draußen

Irgendwann steht man vor dem Problem, sich draußen auch mal einen Kaffee kochen zu wollen, den Glühwein erhitzen zu müssen oder einfach mal das Frühstücksei zu kochen. Steht die Frage, was man dazu nehmen soll, damit einem solche Erlebnisse erspart bleiben:

Grundsätzlich gibt es folgende Systeme (vom zünftigen Lagerfeuer einmal abgesehen):

- Brennpasten und Feststofftabletten
- Gaskocher
- Kocher für Flüssigbrennstoffe

Wie so oft im richtigen Leben hat jedes System seine Vor- und Nachteile - die man bei seiner Kaufentscheidung auch entsprechend der persönlichen Anwendung berücksichtigen sollte.

 

Brennpasten und Feststofftabletten

Ein Vertreter dieser Gattung ist ja bereits oben zu sehen. Es handelt sich um eine Dose mit Brennpaste und dem entsprechenden Aufsatzring.

Leider ist die optische Darstellung der Flammenhöhe daneben gegangen.... Da es sich um Material auf Spiritusbasis handelt, ist nicht immer zu erkennen, ob es nun brennt oder nicht. Man bekommt das Teil für ca. 4 DM, der vorn liegende Aufsatzring ist mehrfach verwendbar und schlägt auch noch mal mit 4 DM zu Buche.

Dann hätten wir da noch die bekannten Esbit- Kocher:

Es gibt sie in zwei verschiedenen Größen, der Preis liegt je nach Lieferumfang zwischen 10 DM und 20 DM. Ein Pack Brennstoff kann im zusammengeklappten Kochergestell transportiert werden.

Allen diesen Kochern ist gemeinsam, das die Heizleistung recht bescheiden ist. Was für die Tasse Kaffee noch ausreichend erscheint, klappt natürlich mit dem Mittagessen nicht mehr. Speziell die Esbit- Kocher zeichnen sich dafür durch ein sehr geringes Packmaß und Gewicht aus.

Fazit: Nichts für größere Mahlzeiten, aber als Notkocher für Rucksackreisende durchaus brauchbar.

 

Gaskocher

... sind Kocher für bequeme Menschen. Sie sind ohne Probleme in Gang zu bringen, sauber, zeichnen sich in den meisten Anwendungsfällen durch hohe Heizleistung aus und sauen auch nicht den Rucksack durch auslaufenden Brennstoff ein.

Im Prinzip sind zwei Systeme erhältlich: Solche mit Schraubventilen und solche mit Stechkartuschen, die - einmal benutzt - vom Kocher nicht mehr zu trennen sind. Damit ist es praktischer, Schraubkartuschen zu verwenden. Man kann sie vom Kocher nicht nur zum Transport trennen, sondern auch andere Geräte, wie z.B. Lampen, auf die Kartusche schrauben.

Allen Gaskochern ist gemeinsam, dass Heizleistung und Gasausbeute mit sinkender Temperatur oder Einsatz in größeren Höhen schnell abnehmen. Die Hersteller verwenden aus diesem Grund angepaßte Gasmischungen, was jedoch an der physikalischen Ursache auch nichts ändern, sondern nur leichte Besserung schaffen kann. Darüber hinaus sind die Systeme nicht kompatibel, man kann sich insbesondere im Ausland nicht sicher sein, ob man die benötigten Kartuschen auch nachzukaufen bekommt. Das Packmaß ist entsprechend hoch und auch leere Kartuschen nehmen viel Platz im Rucksack weg. Das Aufsetzen von Geräten auf Stechkartuschen will geübt sein, sonst kann man eine Weile am Ort des Geschehens nicht rauchen und mit Kochen ist dann auch nichts mehr.... :-))

Die Kocher selbst gibt es ab ca. 30 DM, Kartuschen ab 2 DM. Eine Schraubkartusche CV 470 kostet rund 14 DM.

 

Kocher für Flüssigbrennstoffe

Die älteren Leser erinnern sich hier sicher noch an den guten alten Kocher des Typs Juwel. Es gibt ihn übrigens immer noch, Preis ca. 60 DM. Doch die Entwicklung ist weitergegangen - vor allem weg vom Kocher für nur eine Brennstoffart. Sogenannte multi- fuel- Kocher verbrennen Diesel, Petroleum, Benzin und manchmal sogar Gas. Damit ist man eigentlich auch für das Ende der Welt gerüstet. Auch in der Taiga bekommt man irgendwie noch einen Liter Diesel. Der Trend geht auch hin zu abgesetzten Brennstoffbehältern - meist SIG- Flaschen. Damit wird das Packvolumen nicht kleiner, man hat aber die Möglichkeit, Kocher und Tank getrennt zu transportieren. Bei den meisten Systemen kann die Pumpe im Tank verbleiben, was für eine Volumenreduzierung sorgt - vor allem aber zu einem sauberen Rucksack verhilft.

Die Kocher zeichnen sich durch sparsamen Brennstoffverbrauch und gute Heizleistung aus. Sie sind damit auch für größere Gerichte und längeren Betrieb geeignet. Das Ingangbringen ist manchmal etwas schwierig. Hier sollte man doch mal einen Blick in die Bedienungsanleitung werfen und vor allem vor dem ernsthaften Einsatz im Gelände im heimischen Garten probieren. Nachteilig ist, dass die Brennstofflaschen natürlich ein entsprechend hohes Packmaß haben und die Kocher auch einer gewissen Wartung bedürfen. Wer einen sauberen Rucksack haben will bzw. überhaupt kochen will, muß sich über den Winter schon einmal um Dichtungen, den Zustand der Pumpe oder der Düsen kümmern - sonst gibt es im Frühjahr ein böses Erwachen und einen leeren Magen. Übrigens: Spiritus gehört auch in der größten Not nicht in einen multi- fuel- Kocher, der nicht ausdrücklich dafür freigegeben ist. Dabei werden die Dichtungen angegriffen.

Auch eine Art, den Waldbrand zu entfachen... Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass sich statt einer zwei Dichtungen in der Flasche befanden.

Ein Primus MFS, neben mit Benzin, Petroleum, Diesel auch zu betreiben mit Gas- Schraubkartuschen.

Solche Kocher gibt es ab ca. 120 DM, die Grenze nach oben ist wie so oft nicht erkennbar. Brennstofflaschen sind ab ca. 18 DM erhältlich.

 

 

DieterTD/ Annett

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