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Das Erzgebirge

Kaum eine andere deutsche Region ist so eng mit dem Bergbau verbunden wie das Erzgebirge. Jahrhundertelang bestimmte er die Geschicke eines ganzen Landstriches. Ansiedlungen entstanden, erlebten ihre Blütezeit und verfielen wieder - mit der Ergiebigkeit der Lagerstätte oder den Absatzbedingungen.

Das Erzgebirge finden wir im Südosten Deutschlands, unmittelbar an der Grenze zu CZ. Die hier aus geologischer Sicht gezogenen Grenzen stimmen nicht mit den geografischen überein. Wir betrachten das Gebiet westlich der Elbe, unmittelbar an der Grenze zur Tschechien, bis auf Höhe des tschechischen Stadt As (Asch), beziehen also auch das Vogtland mit ein. Diese geologische Sicht auf die Dinge bedingt auch den Einschluß des Böhmischen Erzgebirges im Süden.

Die Übersicht:

Bergbau im Erzgebirge fand in drei geografischen Bereichen statt:

Eine genaue Beschreibung zu den einzelnen Gebieten erfolgt auf den Unterseiten.

Die Einteilung der Bergbaugebiete entspricht im wesentlichen der geologisch- petrografischen Situation vor Ort. Das Erzgebirge ist Teil der variszischen Fichtelgebirgs- Erzgebirgs- Antiklinalzone. Wir finden hier vorrangig Gneise und anderes hochmetamorphes Gestein, dessen Ursprung sowohl sedimentär als auch magmatisch ist und das hauptsächlich im Proterozoikum als auch im Kambrium gebildet wurde. Größere Granitkörper finden wir im Westgebiet, während sie im Mittel- und Ostbereich nur gering auftreten. Im Osterzgebirge finden wir zahlreiche Porphyrbildungen in Form von Gängen, Decken und Schloten.

Der Bergbau im Gebiet läßt sich bis ca. 1150 zurückverfolgen. Seit dieser Zeit wurden vor allem folgende Rohstoffe gewonnen:

Ab dem 19. Jahrhundert kamen noch hinzu:

Einen großen Aufschwung nahm der Bergbau im Erzgebirge um 1500, um 1600 war das Ende der Blütezeit erreicht. Das Ende des Bergbaus läßt sich um 1900 datieren, in einigen Bereichen auch 1945. Nur in einigen Revieren baute die SDAG Wismut danach noch Rohmaterial für die Urangewinnung ab. In der Blütezeit um 1550 waren bis zu 15000 Menschen im Bergbau beschäftigt.

(C) by Dieter TD 03/ 2002

Literatur:
Baumann, Kuschka, Seifert: Lagerstätten des Erzgebirges; Enke- Verlag

 

 

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