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Geologische Grundzüge - Freiberger Revier

Nachfolgend einige generelle Betrachtungen zum Freiberger Bergbaurevier. Wir haben sie auf einer gesonderten Seite online gebracht, um ständige Wiederholungen auf den einzelnen Unterseiten zu vermeiden.

Um Freiberg besteht das kristalline Grundgebirge vorrangig aus Gesteinen der Gneisformation. Weit verbreitet ist Biotitgneis. Er besteht aus Feldspat, Quarz und Biotit. Wird Biotit durch Muskovit verdrängt, entsteht der sogenannte Zweiglimmergneis. Er kommt um Freiberg nordwestlich des Biotitgneises vor. Geht man noch weiter nach Nordwesten, dominieren Glimmerschiefer, dann Phyllite und danach die rotliegenden Schichten in der Erzgebirgischen Mulde. Um Freiberg selbst finden wir noch varistische Gesteine. Als Beispiele seien der Niederbobritzscher Biotitgranit oder Quarzporphyrgänge (Freiberg)/ Quarzporphyrdecken (Tharandt) genannt.
Im Zweiglimmergneis sind verschiedene Gesteine eingelagert. Um Freiberg finden wir insbesondere kristallinen Kalkstein, dichte Gneise, Quarzitschiefer, Amphibolit und Rotgneise (muskovitgebunden).

Fast die vollständige Erzführung im Freiberger Raum ist an hydrothermale Gänge gebunden und damit im letzten Stadium der magmatischen Mineralbildung entstanden. Restschmelzen, die bei magmatischen Prozessen der Gebirgsbildung auftraten kühlen ab und bilden wäßrige Lösungen, die durch Klüfte und Spalten unter beträchtlichem Druck an die Erdoberfläche gedrückt werden. Die darin enthaltenen Stoffe kristallisieren aus, es entstehen mineralgefüllte Spalten im Grundgestein. Diese Spalten nennen wir hydrothermale Erzgänge. Im Freiberger Revier gibt es es eine verwirrende Anzahl solcher Gänge. Allen Gängen ist gemeinsam, dass sie in N-S oder E-W- Richtung, also fast im rechten Winkel zueinander, verlaufen.

Bereits in der Frühzeit des Bergbaus im Erzgebirge stellte man fest, dass die Mineralführung der Gänge nicht einheitlich ist, sondern sich grob in verschiedene Gruppen einteilen läßt. Diese Gruppen werden Formationen genannt.

Im Freiberger Raum finden wir folgende Formationen und Untergruppen:

kb- Formation (kiesig- blendige Bleierzformation)

eb- Formation (edle Braunspatformation)

fba- Formation (fluorbarytische Formation)

Edle Geschicke (BiCoNiAg- Formation)

Die Formationen wurden hier nur grob beschrieben und einige Sonderformen (Oxidations- und Zemntationsbildungen) weggelassen.

Sollten an den beschriebenen Objekten Mineralfunde möglich sein, erfolgt die Beschreibung in den einzelnen Unterbeiträgen

 

Dieter TD/ Annett 2002

 

Literatur:

 

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