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Östliches Erzgebirge

Im östlichen Erzgebirge finden wir einen Zentralbereich mit drei Grubenrevieren:

sowie vier Randgebiete zum Freiberger Distrikt:

In allen Randgebieten gibt es mehrere Gangbezirke. Das nördliche und westliche Randgebiet waren bergbaulich am bedeutensten.

Das Freiberger Grubenrevier

ist der Inbegriff und gleichzeitig die Geburtsstätte des Bergbaus im Erzgebirge. Um 1168 erfolgten hier die ersten Silberfunde. Schon im 13. und 14. Jahrhundert war Freiberg die größte und gleichzeitig wirtschaftlich bedeutendste Stadt der Markgrafschaft Meißen. Folgerichtig kamen wichtige Einrichtungen nach Freiberg (1250 die Münze, um 1400 das Bergamt, 1542 das Oberbergamt, 1555 das Oberhüttenamt). 1765 wurde die Bergakademie gegründet. Damit wurde der Bergbau um Freiberg auch zu einem wissenschaftlichen Untersuchungsobjekt. Hier wurden wesentliche Lagerstättenbildungstheorien erarbeitet, die noch heute Bedeutung haben. Zahlreiche prominente Studenten belegen die Bedeutung: v. Cotta, Lomonossov, v. Herder, v. Humboldt, um nur einige zu nennen. Nach einer bewegten Geschichte wurde 1913 die letzte Erzgrube geschlossen. 1935 kam es noch einmal zu einer Wiederaufnahme des Bergbaus mit umfangreicher Buntmetallgewinnung. 1969 erfolgte die endgültige Einstellung des Bergbau- und Hüttenbetriebes.

Im Freiberger Revier wurden vor allem folgende Metalle gewonnen:

Eine Beschreibung der anderen Grubenreviere erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

(C) by Dieter TD 03/ 2002

Literatur:
Baumann, Kuschka, Seifert: Lagerstätten des Erzgebirges; Enke- Verlag

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