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Die Himmelreichhöhle

Die Himmelreichhöhle gehört zum Walkenrieder Gebiet der Südharzer Zechsteinhöhlen. Obwohl in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt, ist sie mit 170 m Länge, 80 m größter Breite und 15 m Höhe eine der größten Einzelhöhlen Deutschlands.

Stützmauer im Bereich des Eisenbahntunnels

Im Jahre 1869 wurde die bis dato unbekannte Höhle beim Bau eines Eisenbahntunnels angefahren. Leider waren beim dabei entstandenen Firstbruch auch Todesopfer zu beklagen.

Die Dimensionen der Höhle sind beeindruckend. Das Licht auch starker Lampen verliert sich in der Dunkelheit der Tiefe der Höhle. Grobes Blockwerk bedeckt den Boden. An einigen Stellen zeugen alte Bahnschienen vom Bau des Tunnels. Fotoaufnahmen nach herkömmlicher Technik sind nahezu unmöglich.

Irgendwo in der Tiefe verliert sich das Licht des 55- Watt- Scheinwerfers...

Schienen aus der Zeit des Tunnelbaus

Auch an dieser Höhle nicht vorbeigegangen: Schmierereien im Eingangsbereich

Die Himmelreichhöhle ist eine aktive Wasserhöhle. Einst durchzog ein Höhlenbach den Hohlraum an der Südseite. Die Eisenbahnverwaltung befürchtete zu Recht ein Unterspülen der Bahnstrecke und legte ein System von Entwässerungsstollen an, über das wir gesondert berichten werden. Fast exakt in W - O- Richtung wurde ein 440 m langer Hauptstollen mit mehreren Querschlägen errichtet, der die Wässer aus der Bachschwinde aufnimmt und unter Umgehung der Höhle nach Osten ableitet.

Die Bachschwinde.

Die Höhle kann heute nicht begangen werden, da sie an einer befahrenen Bahnstrecke liegt. Einige Deckenbereiche weisen Lockergestein auf.

Lockergestein am First

 

Dieter TD 11/2002

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