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Das Buch "Hitlers Bombe" und die Atomforschung

Im März 2005 erschien mit großem Presserummel das Buch "Hitlers Bombe" vom Autor Dr. Rainer Karlsch. (Rainer Karlsch, Hitlers Bombe, Deutsche Verlagsanstalt, München 2005, ISBN 3-421-05809-1).

Im Buch versucht der Autor erstmals wissenschaftlich zu beweisen (so jedenfalls die eigene Intention, veröffentlicht in diversen Pressemitteilungen und im Vorwort), daß zum Kriegsende hin Hitlerdeutschland nicht nur im Besitz der theoretischen Grundlagen für einen Atombombenbau war, sondern auch tatsächlich solche Waffen mitten in Deutschland gebaut und getestet worden sind.

Der Autor erhebt den Anspruch "Sechzig Jahre später hat der Berliner Historiker die Wahrheit rekonstruiert". Bei der Analyse des Buches tauchten erste Zweifel daran auf, ob dieser Anspruch auch erfüllt wurde. Reihenweise traten Unstimmigkeiten, logische Fehler, naturwissenschaftliche Unmöglichkeiten, unbewiesene Behauptungen und bewußte Weglassungen auf, mit denen der Autor seine Sicht auf die Dinge zu begründen sucht.

In den nachfolgenden Beiträgen werde ich versuchen, mich mit einzelnen Aspekten des Themas auseinanderzusetzen. Es geht dabei nicht um eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Autor. Es geht darum, Fehler oder bedenkliche Gedankengänge in einer wissenschaftlichen Ausarbeitung aufzuzeigen.

Insgesamt befremdlich für mich ist die Tatsache, daß sich auch Dr. Karlsch nur mit dem spektakulären Thema "Atombombe" auseinandersetzt und andere Entwicklungen auf der Gebiet der Atomforschung diesem Ziel unterzuordnen versucht.

© Dieter TD 12/2007

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