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Der "Test" bei Ohrdruf

Der Ort des "ersten Tests"

Dr. Karlsch gibt im Buch den genauen Ort des Tests auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf nicht an. Auf Seite 210 oben heißt es:

Richtung Süden, in fünfhundert Meter Entfernung, beginnt der Tambuch, ein größeres geschlossenes Waldgebiet. Richtung Westen steigt das Gelände an und bildet dadurch einen guten Sichtschutz in Richtung Ohrdruf. Ebenso in Richtung Norden, wo in ungefähr einem Kilometer Entfernung ein Plateau eine natürliche Barriere bildet. Letztlich war aber nicht der Sichtschutz ausschlaggebend. Das Gelände war nur für die Erprobung einer Waffe mit vergleichsweise begrenztem Wirkungsradius geeignet.

Auf Seite 216 findet sich der Hinweis auf das sogenannte Dreieck:

Irgendwo am nördlichen Rand des Übungsplatzes, in sicherem Abstand vom Gelände des »Dreiecks«, so nannte man diesen Abschnitt nahe dem Dorf Röhrensee, versammelte sich am Abend des 3. März 1945 eine kleine Gruppe von SS-Offizieren und Zivilisten, unter ihnen wahrscheinlich Kammler, Gerlach und Diebner.

Wo Karlsch genau den Testort im Dreieck ansiedelt, wurde erst in der ZDF-Sendung Aspekte vom 11.03.2005 klar:

Der schwarze Punkt wurde in das originale ZDF-Bild von mir eingezeichnet und kennzeichnet den von Karlsch angenommenen späteren Explosionsort. Von hier aus sind es:

Die Waldkanten sind ca. 280 bzw. 320 m vom angenommenen Explosionsort entfernt, sowohl im Norden als auch im Süden sind der Waldkante einzelne Bäume vorgelagert.

Damit ist auch klar, daß Dr. Karlsch die Aussagen zur Lage des angenommenen Explosionspunktes geschönt hat. Es sind eben nicht 500 Meter bis zur Waldkante vom Tambuch, sondern nur rund 300 Meter. Der Osten - von Karlsch unerwähnt - zeigt ein Trogtal, das sich in Richtung der Ortslage Bittstädt zieht - und damit Druckwellen von Luftexplosionen erheblich kanalisiert. Der Klipper - eine der Schlüsselbaustellen von U-Anlagen in dem Gebiet und vermuteter Standort eines Baustabes - ist keine 2 km vom Explosionsort entfernt.

Für alle nachfolgenden Betrachtungen sind Höhenprofile des Geländes notwendig. Wir haben also welche erstellt.

Das Nord-Süd-Profil auf Höhe des Testortes:

Das Nord-Süd-Profil 500 Meter ostwärts des angenommenen Testortes:

Das Nord-Süd-Profil 500 Meter westlich des angenommenen Testortes:

Und schließlich ein Schnitt in West-Ost-Richtung:

Alle vier Schnitte kann man hier als .zip downloaden.

Heute sieht das Gebiet so aus:

Den Explosionsort entnimmt Karlsch dem folgenden Luftbild:

Es handelt sich um das im bereits genannten ZDF-Beitrag gezeigte Bild, welches durch mich lediglich so gedreht wurde, daß es in der Orientierung mit dem oben dargestellten Bild übereinstimmt. Der Explosionsort soll innerhalb des deutlich erkennbaren dunklen Kreises liegen. Der Kreis hat rund 70 m Durchmesser, die dunklen Stellen sind durchschnittlich 5 bis 8 Meter breit.

Wie durch einen Luftbildauswerter im ZDF-Beitrag bereits erwähnt, finden sich keinerlei Anzeichen einer größeren Explosion. Er nannte den Kreis wörtlich "eine Laune der Natur". Im Zentrum des Kreises finden sich keinerlei sichtbare Merkmale für einen Krateraushub und/oder größere Erdbewegungen zur Tarnung. Die in ca. 300 m Entfernung zum angenommenen Zentrum stehenden Bäume am Waldrand sind vollkommen unbeschädigt. Es gibt keinerlei Texturen in der Oberflächenstruktur der Umgebung des Kreises, die auf eine größere Explosion oder flächige Brände hinweisen würden. Auf keinem der Bilder sind Anzeichen technischer Bauten erkennbar, die für die Meßwerterfassung unabdingbar sind. Nichts, aber auch gar nichts, spricht in diesem Bild für die versuchsmäßige Explosion von mindestens einer Tonne Sprengstoff.

Nachweis für eine nicht stattgefundene A-Explosion ist das alles noch nicht. Dazu muß gerechnet werden. Beantwortet werden müssen folgende Fragen:

um nur die wichtigsten zu nennen. Wir werden an Hand des DNA-Rechenmodells beweisen, was von den Behauptungen im Buch zu halten ist. Und wir werden das im Gegensatz zu Herrn Karlsch sehr gründlich tun - auch wenn die ersten verblüffenden Ergebnisse natürlich schon vorliegen. Die Veröffentlichung erfolgt im Juli 2005. Vorher werden wir uns jedoch noch mit den Wachsmut-Aussagen befassen.

© by Team Delta, Dieter TD und PeMü 06/2005

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