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Schützenmunition

Schützenmunition wird von vielen als ungefährlich eingestuft. Was die Handhabungssicherheit betrifft, ist das auch meist so. Die meisten Zeitgenossen tun dann, was auf der Munitionsseite schon angesprochen wurde: Wegwerfen. Daraus erwächst die eigentliche Gefährlichkeit. Selbst nach Jahrzehnten im Erdboden sind die Patronen keineswegs nicht mehr scharf. Mir ist es gelungen, ein paar unverpackt in der Erde liegende Standardpatronen des Produktionsjahres 1938 abzufeuern. Eine Gefahr für spielende Kinder, die dergleichen dann im Wald oder im See finden.

Hinzu kommt die Wirkung eventueller Zusätze im Geschoß - Sprengsätze, Brandsätze oder Leuchtspurlaborationen waren weit verbreitet und führen in aller Regel zu erheblichen Verletzungen. Bei in Magazinen oder Ladestreifen vorliegenden Patronen kann es relativ leicht dazu kommen, dass Brandsätze auch daneben liegende Patronen erfassen, was eine Kettenreaktion mit erheblicher Wirkung nach sich zieht. Also auch hier: Finger davon lassen und Behörden informieren.

Als hilfreich hat es sich erwiesen, die gefundene Munition wieder mit feuchter Erde oder Sand zu bedecken. Natürlich nicht, ohne sich die Stelle zu merken oder zu kennzeichnen, um sie auch in unbekanntem Gelände wiederzufinden.

Von dem sogenannten “Geheimtip”, einfache Schützenmunition dadurch unbrauchbar zu machen, das man die Hülse zerkneift, die Treibladung in alle Winde verstreut und den Rest in den Hausmüll wirft, halte ich nichts.

Einige Abbildungen:

 

Munition eines Fundortes. Trotz gleicher Grundbedingungen sehr unterschiedlicher Erhaltungszustand.
Fazit: Nicht darauf verlassen, das alles so aussieht wie das Fundstück, das man gerade in der Hand hält.

Funde vom gleichen Fundort wie oben. Beachtet den desolaten Zustand der 9- mm- Para- Munition unten!

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