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Historischer Kalkabbau in Thüringen

Irgendwo im weiten Rund des Objektes S III gibt es einen ehemaligen untertägigen Kalkabbau, der schon immer die Phantasie einiger Forscher beflügelt hat.

Über einen sorgsam gesetzten Gang gelangt man ins Innere:

Das Bild zeigt den Übergang vom gesetzten Teil in den eigentlichen Abbaubereich. Der gesetzte Teil wurde notwendig, da sich in relativ geringer Überdeckung darüber ein Weg befindet, der auch mit Fuhrwerken etc. zu befahren war.

Begibt man sich weiter hinein, wird auch die Abbautechnologie deutlich:

Zur Weiterverarbeitung geeignete Schichten wurden in einem Gebiet von ca. 300 x 200 Meter Ausdehnung aus dem Berg geholt. Wegen der geringen Überdeckung im Gesamtbereich war es notwendig, zur Verhinderung von Erdfällen (oder des Verschwindens des Bauern oder Forstarbeiters) eine Sicherung vorzunehmen. Dazu wurde unbrauchbares Gestein und sonstiger Abraum in die entstandenen Hohlräume gefüllt und zur Stabilisierung in Abständen Trockenmauern errichtet, bis nur noch ein Gang übrig blieb.

An einigen Stellen findet man heute noch anstehenden Kalkstein:

Wir haben das Objekt vermessen - mit Ausnahme derjenigen Bereiche, die nur unter größter Lebensgefahr zu begehen sind. Dabei handelt es sich um zwei ungefähr auf der Hälfte des Hauptganges in südwestliche Richtung abzweigende Gänge, die ehemals auch ans Tageslicht führten. Pläne liegen vor. Auch sonst ist von einem Besuch dringend abzuraten:

Derartige “Sicherungen” im gering überdeckten Kalk sind nun mal nicht so ganz ausflugstauglich... Und sie befinden sich im Hauptgang.
Alles in allem: In diesem Objekt lassen sich Tonnen von Einlagerungen verstecken, die ohne Kenntnis nie gefunden werden können. Einziger Ausweg ist bei der geringen Überdeckung eine Prospektion mit Bodenradar von oben.

Weitere Bilder von PeMü (wie immer in PeMü- Qualität):

PeMü/ DieterTD

Alle Fotos (C) by Team Delta.

 

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