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Stollen unter Wenzelaus

Vermutliche Abführung der Abwässer der peripheren Zechenanlagen und der Grubenwässer

Im Bereich des Zechengeländes gelangt man über einen sehr engen Revisionsschacht auf die Sohle eines vermutlich während des Grubenbetriebes zur Abwasserführung dienenden Stollens. Teile dieses Stollens sind mit einem Betonausbau versehen, ein anderer Teil erhielt einen Stützausbau mittels Ziegelmauerwerk.

Die Stollensohle ist mit einer ungefähr 1 Meter mächtigen Suspension aus Grubenschlamm bedeckt, nur die oberen ca. 5 cm sind teilweise so verfestigt, daß sie einen Menschen tragen können. Diese verfestigte Schicht ist leider nicht über die gesamte Erlängung des Stollens gegeben, so daß eine vollständige Fahrung nicht machbar war. Ab einer bestimmten Stelle brach man mit der Wat-Hose bis weit über die Hüften in die zähe Schlammsuspension ein. Ein weiteres Vordringen in den Stollen war damit unmöglich. Somit konnte nicht überprüft werden, ob Seitenstrecken existieren, mit denen andere, vielleicht noch fahrbare Grubenbaue entwässert werden.

Die ehemalige Kokerei (rechts) im Bereich der alten Steinkohlenzeche. Dieses Gebäude ist in einem sehr desolaten Zustand und weitgehend verfallen.

Der Einstieg in den engen Revisionsschacht.

Blick nach oben in den engen Revisionsschacht. Eine Person befindet sich gerade am Einstieg. Rechts eine eiserne Leiterfahrt.

Auf der Sohle des Abwasserstollens. In diesem Bereich liegen grobe, hölzerne Bohlen über der Schlammsuspension. Weiterhin sind einige verrostete Metalleinbauten erkennbar.

Der Abwasserstollen erhielt in diesem Teil einen Stützausbau aus Beton. Die eigentliche Stollensohle liegt aufgrund der mächtigen Schlammsuspension ca. 1,20 Meter unterhalb der erkennbaren Personen.

Die Firste befindet sich diesem Bereich des Stollens deutlich niedriger. An dieser Stelle wurde der Stützausbau des Stollens mittels Ziegelmauerwerk realisiert.

FAZIT: Leider war keine vollständige Befahrung über die gesamte Erlängung des Stollens möglich. Im interessanten Teil des Stollens war die zähe Schlammsuspension derart verflüssigt, daß man bis weit über die Hüften bis zur eigentlichen Stollensohle einsank. Sollte sich in diesem Bereich ein tieferes Gesenk befinden, dürfte die Befahrung tödlich enden. Leider war es aufgrund dieser Tatsache nicht möglich, bis zu möglicherweise weiteren in diesen Stollen mündenden Hohlgängen vorzudringen, die vermutlich zu anderen Untertageanlagen dieser alten Zeche führen könnten.

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