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Die Kiesgwinnung bei Starpel

Ein so riesiges Bauprojekt wie die Festungsfront Oder- Warthe- Bogen bedingt natürlich auch entsprechende Mengen an Zuschlagstoffen. Nach gründlichen geologischen Untersuchungen wurde festgestellt, dass westlich der Ortslage Starpel Kies in entsprechender Qualität und in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Nach (1) erhielt die Firma Sager & Wörner, Stettin, den Auftrag, die Kiesgewinnung zu betreiben. Die Förderung erfolgte mit Seilbaggern. Heute noch zeugt ein riesiges Loch in der Landschaft von der Kiesgewinnung im großen Stil:

Über eine Werkbahn wurde der Kies zu Sortier- und Waschanlagen transportiert, die sich südlich des Kiesschachtes befanden. Von diesen Anlagen sind heute nur noch Fundamente und erhebliche Geländeveränderungen übrig geblieben:

Von der Verladestation gelangte der Kies über eine Anschlußbahn zum Bahnhof Starpel. Von dort aus wurde er mit einer Baubahn zu den einzelnen Baustellen transportiert. Reste der Verladestation sind heute noch vorhanden:

Zum Kiesschacht gehörte ein Wohnlager, das allerdings abgerissen wurde. Es befand sich unmittelbar westlich der Kieswäsche. Heute sind nur noch einige Fundamentreste zu finden, wenn man genau hinschaut.

Anmerkung: Jeder Verfechter irgendwelcher unterirdischer Großanlagen mitten in Deutschland sollte sich einmal an den Rand des Kiesschachtes stellen. Die Abmessungen, die auf den Bildern oben nur unzureichend dargestellt werden können, verdeutlichen die Größenordnung, in der Zuschlagstoffe beim Bau von solchen Anlagen benötigt werden.

Quellen:

(1): Leibner, "Die Festung Oder- Warthe- Bogen", Eigenverlag

Bilder und Text (c) by Team Delta - Dieter und Annett 2002!

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