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Die Fledermausseite
(Einige Betrachtungen von Joe)

Vorab: Ich stelle mich hier nicht auf die Seite der völlig bornierten Fledermausschützer, die alle Eingänge zu unterirdischen Bauwerken fledermausfreundlich verschlossen sehen wollen. Ich will nämlich auch noch da rein.....!
Aber wenn ich schon irgendwo reingehe, wo vielleicht jemand schläft, dann verhalte ich mich wenigstens so, daß er nicht unbedingt wach wird.

Um es klarer auszudrücken: Viele Fledermausarten überwintern an dunklen Plätzen mit gleichbleibenden Temperaturen von –3 bis + 9 Grad Celsius. Dabei gibt es die “kältehärteren” Arten wie z.b. Mopsfledermäuse die direkt am Eingang bei –3 bis +6 Grad C schlafen oder die “wärmeliebenden” Fransenfledermäuse, die es mit +4 bis +9 Grad C lieber warm mögen. Die Luftfeuchtigkeit muß sehr hoch sein ( bis 100 %) damit die Tiere während des Winterschlafes nicht vertrocknen. Die Tiere halten Winterschlaf, da es in dieser Jahreszeit keine Insekten und somit kein Futter für sie gibt. Sie leben in dieser Zeit von den Fettreserven, die sie sich im Sommer und Herbst angefressen haben. Damit sie mit diesen Reserven auskommen, werden Atemfrequenz, Herzschlag, Körpertemperatur und somit der gesamte Stoffwechsel auf ein Minimum reduziert. Die Körpertemperatur kann dabei auf die Umgebungstemperatur absinken. Droht die Fledermaus einzufrieren, wird sie durch ein inneres Alarmsystem geweckt um einen wärmeren Hangplatz zu suchen. Bei diesen Alarmstarts wird aber eine enorme Menge Energie verbraucht, die nur aus den Fettreserven zu holen ist.
Wird die Fledermaus nun nicht durch Kälte geweckt, sondern durch andere Störungen, so kann es ihren Tod bedeuten. Natürlich nicht sofort, aber irgendwann, wenn die Fettreserven vor dem Ende des Winters und somit vor dem Erscheinen der ersten Nahrung in Form von Insekten verbraucht sind.

Um es noch klarer auszudrücken:
In unterirdischen Höhlen, Tunneln, Stollen, Bunkern, Gängen usw. in denen Fledermäuse vorkommen können bitte nicht rauchen und kein offenes Feuer machen ( könnte auch gut für eure Gesundheit sein).
- Fledermäuse nicht anleuchten, wenn möglich leise weitergehen
- Keinen Lärm verusachen
- Tiere nicht anfassen und nicht Fotografieren (Blitz)
- Ausreichenden Abstand halten.

Noch eine Bitte:
Solltet ihr während des Jahres verletzte oder kranke Fledermäuse finden, so nehmt bitte mit Dieter Kontakt auf, er wird mich dann erreichen.

Ausführliche Fledermausseite:

Uni Bochum

Die letzten beiden Bilder hat PeMü beigesteuert. Laut Joe handelt es sich um Hufeisennasen, recht seltene Tierchen.

 

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