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Jonsdorf

Es müssen nicht immer die neuen Stollen und Bunker sein, deshalb hier ein Ausflug ein Auslug in die weiter zurückliegende Geschichte.
Der Ausflug führte uns dieses Mal nach Jonsdorf, einem kleinen Kurort im Zittauer Gebirge. In der Nähe wurde zwischen 1562 und 1915 Sandstein abgebaut. Nicht für Baustoffe, sondern zur Produktion von Mühlsteinen. Diese Mühlsteine wurden bis nach Rußland geliefert und waren wegen ihrer Qualität in ganz Europa bekannt.
Im Laufe der Zeit entstand im Berg ein ganz schön großes Loch. Es war mühselig, die Mühlsteine aus dem Loch zu hieven und über die obere Steinbruchbegrenzung wieder ins Tal zu wuchten. Deshalb wurde von der untersten Ebene des Tagebaus ein ca. 100 m langer Stollen unter dem Kamm vorangetrieben und zum Abtransport der Steine gnutzt. Der ist heute noch vorhanden, aber wegen Einbruchgefahr gesperrt. Im Zuge der touristischen Erschließung soll der Stollen in den nächsten aufgewältigt und gesichert werden.
Ein Besuch lohnt allemal, handelt es sich doch um den ältesten noch vorhandenen bergmännischen Stollen der Oberlausitz.

Oben: Blick auf die Sohle des Bruches mit dem bergseitigen Eingang

 

Zusatz:

Anfang 2001 war die Sanierung des Tunnels abgeschlossen. Man kommt nun wieder fast “ebenerdig” in den Bruch. Die Tunnelbilder oben sind also Geschichte...

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