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Burg und Klosteranlage Oybin

Den Tag nach einer Familienfeier nutzend, hat sich TD wieder einmal im Zittauer Gebirge und auf der Burg- und Klosteranlage Oybin umgesehen. Letzteres vor allem, um zu sehen, wie weit die archäologischen Arbeiten sowie die Sanierung dort fortgeschritten sind (siehe Letzte Meldung 99!).

Folgerichtig gings also erst einmal auf den Berg Oybin über dem gleichnamigen Ort am Rande des Zittauer Gebirges.

Blick auf den Altersruhesitz Karls IV

Geschichtliches:

Im 12. Jahrhundert entstand der Ort Zittau an der Kreuzung zweierHandelsstraßen. Zur Sicherung der wichtigen Gebirgsübergänge entstanden natürlich auch Burgen. Die ersten befanden sich auf dem Gelände des heutigen Westparks in Zittau selbst, waren jedoch leicht angreifbar. Auf dem Oybin entstand deshalb von 1311 bis 1315 als Nachfolgerin eines Holzbaus aus dem 13. Jahrhundert die sogenannte Leipaburg. Es folgte weitere rege Bautätigkeit auf dem Berg. 1365 begann man mit dem Klosterbau, die frühgotische Klosterkirche entstand von 1366 bis 1384. Burg und Kloster wurden 1577 durch Blitzschlag zerstört und brannten ab. Die Mönche ließ Kaiser Karl IV übrigens aus Frankreich holen. Die Cölestinermönche bewohnten den Oybin bis zum Übergang in den Besitz der Stadt Zittau im Jahre 1574. Schon seit 1879 ist die Leipaburg übrigens Museum.

Reste der Kaiserburg

Oybin heute

Mitte der 90- er Jahre begann man auf dem Oybin eine rege Sanierungstätigkeit, verbunden mit archäologischen Ausgrabungen an geschichtsträchtiger Stätte. Auch Schatzvermutungen wurden laut ausgesprochen (siehe letzte Meldung 99). Schätze wurden keine gefunden, wohl aber viele archäologische Stücke. Die Sanierungsarbeiten sind noch in vollem Gange. Räume unter der Klosterkirche sowie vor deren Eingang wurden freigelegt und teilweise auch für den Besucher freigegeben. In einem Gebäude befindet sich eine sehenswerte Ausstellung zu historischen Ofenkacheln.

Noch ist nicht alles begehbar.

Historische Ofenkacheln in liebevoll restaurierten Räumen

Details der Klosterkirche

Eines der meistfotografierten Motive auf dem Oybin. Blick nach Zittau.

Der Ringweg

Sanierungen im Aufgangsbereich.

Dieser Hohlgang wurde in Handarbeit aus dem Berg herausgearbeitet.

Der Eingangsbereich.

Natürlich gibt es auf der Burg- und Klosteranlage Oybin noch viel mehr zu sehen. Regelmäßig finden touristische Veranstaltungen wie Ritterspiele oder der berühmte Mönchszug statt. Ich werde versuchen, im Herbst einmal einen kompletten Reiseführer online zu stellen.

 

Wer noch Zeit hat, sollte noch ein bißchen im Zittauer Gebirge verweilen. Da gibt es nicht nur seltsame Fels- und Klettergipfel, sondern auch weitere Zeugnisse aus dem Mittelalter.

Die Kelchsteine - nur eine von vielen Sandsteinformationen.

Eine der Burgen, von denen wir noch heute Reste auffinden können, ist der Karlsfried. Er schützte seit 1357 als Zoll- und Geleitsburg den Lückendorfer Übergang nach Süden.

(c) by Team Delta 2000

 

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